Liebe Freunde und Kunden des Hofes,

die Getreideernte hat begonnen! Als erstes Brotgetreide konnte bereits der Dinkel eingefahren werden. Die Trockenheit der letzten Zeit führte hier ausnahmsweise zu dem erfreulichen Ergebnis, daß der Dinkel nach der Ernte nicht nachgetrocknet werden musste, so wie es in den letzten Jahren der Fall war. Das spricht für eine gute Qualität! Mengenmäßig fällt der Ertrag ähnlich aus, wie in den letzten Jahren, für die Backstube bedeutet dies, daß wir für das kommende Jahr mit Dinkel gut versorgt sind!

Dinkel ist eine uralte Getreideart, manche bezeichnen ihn als Urform des Weizens. Heute erhält er eine Renaissance aufgrund seines nussigen Aromas und seiner guten Bekömmlichkeit. Der Ertrag fällt viel niedriger aus als beim Weizen. Allein jede einzelne Ähre trägt weniger Körner als die Ähre des Weizens. Nach der Ernte muss der Dinkel erst mit Hilfe einer speziellen Technik entspelzt werden. Das erklärt, warum der Dinkel so viel teurer ist als der Weizen. Auch in der Backstube brauchen Produkte mit Dinkel mehr Aufmerksamkeit. Aufgrund der Kleberzusammensetzung ist es schwieriger Dinkelteige zu stabilisieren, die Teiglinge zerfließen eher und halten schlechter ihre Form, als Teiglinge aus Weizen. Trotzdem brauchen Dinkelteige sehr viel Wasser, was einerseits die instabile Eigenschaft verstärkt, andererseits aber dafür sorgt, daß das Endprodukt nicht trocken wird, sondern saftig und lange frischhaltend. Das Dinkelbrot in unserer Backstube erhält beispielsweise ein Kochstück aus Haferflocken, hier werden Haferflocken mit der vierfachen Menge kochenden Wassers überbrüht und von diesen aufgesogen, so daß eine Art Porridge entsteht. Durch die Zugabe dieses Haferpuddings gelangt mehr Wasser in bereits gebundener Form in den Teig und das Dinkelbrot hält länger frisch. Auch wird es anders als die anderen Brote mit Wasser an Stelle von Mehl abgewogen. Es wird nicht auf dem Tisch geknetet sondern in den Händen rundgewirkt und kommt dann sofort in die Form. Heraus kommt ein leckeres aromatisches Vollkornbrot, wahlweise mit oder ohne Sonnenblumenkerne. Ich esse es gerne mit Käse, Erdnussmus oder Honig!

Viele Grüße,

Verena Hennig

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    • 12.10.26 – die Tage werden kürzer
      Liebe Freund:innen und Kund:innen des Hofes, die Tage werden kürzer, die Temperaturen kühler und der Wind nimmt zu… …der Herbst ist da und die Erntezeit neigt sich dem Ende zu. Das Futtermachen für die Winterfütterung der Rinder ist abgeschlossen und die Menge sowie die Qualität sollten passen. Auch im Ackerbau sind die Getreide- und die… Weiterlesen: 12.10.26 – die Tage werden kürzer
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