Liebe KundInnen und FreundInnen des Hofes.

Nun scheint der Sommer da zu sein. Es blüht hier an allen Ecken auf dem Hof und auch die Eichen haben sich wunderschön grün belaubt.

Im Stall liegt nun der erster Schnitt erfolgreich hinter uns. Erster Schnitt, was war das nochmal? Nach unserem ersten schnellen Anweiden im frühen Frühling lassen wir einige Kleegrasflächen aufwachsen. Das bedeutet, dass wir das Kleegras wachsen lassen und nicht beweiden. Wir fahren mit der Schleppe drüber um Maulwurfshügel einzuebnen und den gestreuten Mist zu zerkleinern. Dann hoffen wir auch Sonnen und Regen damit alles gut wächst.

Es folgt wieder die Wetterkunde im Kundenbrief: Das Frühjahr war eher kühl aber zu unsrem großen Glück auch Regenreich, sodass wir Futterbauern uns an sehr hochwertigem Futter in großer Menge freuen können. Es ist nämlich extrem wichtig einen guten Zeitpunkt zum Scheiden zu wählen. Wenn der Klee und das Gras schon blühen, sieht das zwar schön aus, aber die Pflanzen sind schon auf dem Weg sich auf die Reproduktion vorzubereiten. Damit meine ich, dass nicht alle Energie in schönes grünes Wachstum fließt, sondern in die Bildung der Samen. Grünes frisches Futter bringt uns aber die guten wertvollen Inhaltsstoffe für unseren nächsten Winter. Nur so können wir die Kühe im Winter angemessen ernähren. Dieses Jahr hat alles gepasst, wir konnten einen guten Zeitpunkt zum Mähen und Pressen finden und nun lagert gut gestapelt und markiert das Futter am Ackerrand.

Vor dem ersten Schneiden des Bestandes gibt es immer extrem viel zu beachten. Noch viel häufiiger als sonst schaue ich auf meine Wetter App auf dem Telefon. Soll es wirklich trocken bleiben, oder kommt doch Regen. Dann müssen wir entscheiden, welche Flächen mähen wir denn nun genau. Wenn alles so frisch und froh wächst, dann müssen wir aufpassen, dass es uns nicht über den Kopf davon wächst. Danach informieren wir die Jäger und unseren Altbauern Fritz, die uns bei der Rehkitz Erkennung und Vergrämung unterstützen. Die Jäger gehen mit ihren Hunden durch die Bestände und die Hunde suchen und schnüffeln nach den Rehkitzen. Hinterher riecht es so stark nach Mensch und Hund, das die Tiere erst einmal fernbleiben. Fritz fliegt mit der Drohne, die eine Wärmebildkamera besitzt, über die Flächen und schaut, ob wir eventuell ein Kitz wegtragen müssen. Dieses Jahr wurde aber keines gefunden und zum Glück auch keines verletzt. Und währenddessen telefonieren wir mit dem Lohnunternehmer um festzustellen, wann er zum Schwaden und Pressen und Wickeln kommen kann. Alle Maschinen müssen gut gewartet sein, denn wenn es dann losgeht, sollte alles reibungslos klappen. Beim Mähen und Wenden kommt die Euphorie, wenn alles gut läuft. Es ist ein tolles Gefühl innerhalb weniger Tage für den Winter vorzusorgen. Wir konnten uns dieses Jahr wirklich sehr freuen! Alles hat gut geklappt.

Nun haben wir schon wieder gemäht. Die Wetterlage sah sehr stabil aus und so warten wir auf das Gras, welches zu Heu trocknen soll. Das angewelkte Gras wenden wir täglich und hoffen es Ende der Woche pressen zu können. Hier können wir dieses Jahr sogar alle Schritte selbst übernehmen. Mähen, Wenden, Schwaden und schlussendlich Pressen.

Auch alle Tiere erfreuen sich dieses schönen Frühsommers auf der Weide. Wer in den Stall geschaut hat, sieht nur noch zwei Kälber, die noch von einer Amme getränkt werden. Die Kühe genießen die Zeit auf der Weide. Hier nutzen sie auch immer wieder staubige Ecken, um wie die Hühner ein Staubbad zu nehmen. Das nehme ich bei unserer Herde besonders ausgeprägt war. Erst wird fleißig gescharrt und dann der Kopf auf dem Boden geschuppert.

Wer unsere Herde beobachten möchte, ich herzlich eingeladen vorbeizuschauen. Vielleicht zum Flohmarkt am 27.06.2026. Wir vergeben auch noch Standplätze zum Schätze verkaufen. Dazu einfach eine Mail an veranstaltungen@gutrothenhausen.de

Mit sommerlichen Grüße aus dem Stall

Julia

    Aktueller Kundenbrief

    • 8.6.26 – Freud‘ und Leid
      Liebe Kund:innen, Freud‘ und Leid… das alte Lied. Zuerst die Freud‘: Durch die vielen Menschen, die hier bei uns auf dem Hof kommen (und gehen), gelangen auch immer frischer Wind und neue Möglichkeiten auf den Hof, so dass es gar nicht so schlimm ist, wenn wir selbst nicht so viel raus kommen – wobei auch… 8.6.26 – Freud‘ und Leid weiterlesen

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