Liebe Kund:innen und Freund:innen des Hofes,
wer hätte gedacht, dass wir so lange Winterwetter haben würden. Es fühlt sich mittlerweile schon „normal“ an. Ich habe nicht damit gerechnet. Wir haben hinter dem Kuhstall in unserem Außenstall für die Rinder vor Weihnachten mehr Tränken eingebaut. Zwar haben wir einiges an Frostschutzmaßnahmen für die Leitungen und Tränken geplant, aber nicht in vollem Umfang vor dem Frost umsetzen können. Das sind dann die Nachteile des kalten Wetters, wenn wir auf anderen Wegen das Wasser zu den Tieren bringen oder Tränken wieder auftauen müssen.
Andererseits hat es auch Vorteile. So konnten wir bei dem gefrorenen Boden den Mist aus dem Stall auf eine Miete auf den Acker bringen. Dort lagert dieser dann, bis der Mist in den kommenden Wochen zum Vegetationsbeginn auf unseren Grünland- Acker- und Gärtnerflächen den Pflanzen und Bodenlebewesen zu Gute kommt. Nun haben die Kühe sozusagen ein frisch gemachtes Bett.
Außerdem konnten die Kühe sich regelmäßig auf den gefrorenen und verschneiten Weiden hinter dem Stall die Füße vertreten. Das freut die Kühe sehr und sie genießen auch nachts manchmal die Freiheit draußen zu nächtigen. Vielleicht haben die Kühe sich auch über die beeindruckenden Nordlichter gewundert, wer weiß.
Jetzt im Februar gibt es bei unserer Kuhherde für unsere Verhältnisse viel Nachwuchs. Es kalben einige Kühe, aber auch ein paar so genannte „Färsen“, die jetzt mit ihrem ersten Kalb zur Kuh werden. Der Zeitraum um den Februar ist typisch für Höfe, die eine so genannte „saisonale Abkalbung“ bei Milchkühen umsetzen. Denn ein paar Wochen weiter gedacht gibt es passend dazu das Gras auf der Weide in großen Mengen. Von Ende April bis Mitte Juni ist das Graswachstum in der Regel am stärksten ausgeprägt. So können die Kühe so viel Gras fressen wie sie wollen zu einer Zeit zu der auch die Milchleistung und der Futterbedarf am höchsten sind.
So hoffen wir auf eine gesunde Kälberschar und trotzen dem Wetter so gut wir können.
Viele Grüße aus dem Stallteam
Iver Sting



