Liebe Kundinnen und Kunden,

wenn ich Leuten erzähle, dass ich eine Ausbildung zur Gemüsegärtnerin mache, dann ist die erste Reaktion oft: “Ach..ich wusste gar nicht, dass das ein eigener Ausbildungsberuf ist!” oder auch “Ich könnte das ja nicht!”. 

Bei dem schwindenden Tageslicht und grau-nassen Witterungsverhältnis fällt mir das Aufstehen tatsächlich an manchen Tage schwerer, als im Sommer den Tag in die bereits vogelzwitschernd-wache Natur zu starten. Aber mit genug Schichten (der Zwiebellook) und guter Regenkleidung ausgestattet, muss die Freude an der Arbeit nicht aufhören. 

Denn Freude ist auf jeden Fall ein sehr großer Punkt, warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe. Ich habe das Glück, die meisten Stunden des Tages draußen und an der frischen Luft verbringen zu dürfen, meinen Körper zu bewegen und mit meinen Händen zu arbeiten, leckerstes Gemüse wachsen und gedeihen zu lassen. 

Zusätzlich weiß ich, dass ich etwas absolut Sinnvolles tue. Ich helfe bei der Produktion von Grundnahrungsmitteln, von denen viele Menschen leben können. Und im Sinne der bio-dynamischen Wirtschaftsweise arbeiten wir möglichst im Einklang der Natur, wollen das Lebendige fördern und in sich geschlossene Kreisläufe schaffen.

In der Zeit von Industrialisierung und Digitalisierung, von Vereinsamung und Entfremdung, bin ich so dankbar, in dieser vielfältigen Hofgemeinschaft leben und arbeiten zu können. Gemeinsam mit lieben Mitmenschen und so nah am Atmen der Natur.

Also, selbst an den verregnetsten und kältesten Herbsttagen, hocke ich beim Petersilie bündeln im Matsch und denke: “Es gibt keinen Beruf, den ich lieber machen möchte.”

Für die Hofgemeinschaft

Ylvi Nehlsen

Auszubildende im 3. Lehrjahr (landwirtschaftliche/ gärtnerische Ausbildung für biologisch-dynamischen Landbau)

P.S.: Es gibt ab September 2026 noch freie Ausbildungsplätze, sowohl im Gemüse als auch in der Landwirtschaft!

    Aktueller Kundenbrief

    • 19.1.26 – unterschätztes Gemüse
      Liebe Kundinnen und Kunden, es folgt nun eine Plädoyer für ein unterschätztes Gemüse! Der Zuckerhutsalat – knackig, regional angebaut und saisonal verfügbar. Zum Ende des Winters wird die Auswahl an regionalen Blattsalaten immer geringer. Auch traditionelle Herbst- und Wintersalate wie Endivie und Radicchio sind nur noch aus Südeuropa verfügbar, im Januar gibt es aufgrund der… 19.1.26 – unterschätztes Gemüse weiterlesen

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