Liebe Kund*innen,

Wer hätte gedacht, dass sich die Thematik so schnell ändert. Wir alle hofften doch auf einen unbeschwerten Frühling mit einer immer geringer werdenden Relevanz von Corona. Mit vielleicht etwas mehr Augenmerk auf den Herausforderungen des Klimawandels. Stattdessen werden Kohlekraftwerke wieder hochgefahren und wir sind mit ganz anderen Sorgen konfrontiert.

Vor vier Wochen auf der Gemeinderatssitzung wurde überlegt, ob und wie auf etwaige Geflüchtete aus der Ukraine zu reagieren sei, wo Unterbringung möglich wäre.

Zu diesem Zeitpunkt kam unser Lindenhaus ins Gespräch, da dort potentiell 30 Menschen unterkommen können.

Gerade jetzt im Frühjahr, gerade jetzt nach zwei Jahren Corona beginnt sich das Haus wieder mit Gruppen zu füllen. Wir sind aber schnell überein gekommen, dass in dieser Situation zuerst den Geflüchteten ein Dach über dem Kopf gegeben und so unter Umständen Gruppen auch wieder abgesagt werden muss.

Und plötzlich ging dann auf einmal alles recht schnell: das Ordnungsamt brauchte familiengerechtere Erstunterkünfte, kam zu einer Besichtigung und am nächsten Tag waren sie da – unsere unfreiwilligen Gäste aus der Ukraine.

Mit ihnen kam eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft aus unserer Gemeinde durch die fast all das abgedeckt werden kann, was von Behördenseite aus nicht leistbar oder vorgesehen ist.

Ich schreibe fast, da all die ehrenamtlichen Helfenden wirklich alles tun, was sie nur können und uns trotzdem klar ist, dass wir den Menschen etwas entscheidendes nicht geben können: Hoffnung auf ein Ende des Krieges, auf ein „normales“ Leben, auf eine baldige Rückkehr in ihre Heimat.

Bei all der Bitterkeit ist es dennoch schön zu sehen, wie eine Dorfgemeinschaft zusammen stehen kann und wie unser Hof Teil dieser Gemeinschaft ist!

Philipp Hennig

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    • 10.06.24 – Rückblick aufs Hoffest
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