Liebe Kunden,

es wird Winter. Den ersten Hauch von Schnee hatten wir bereits, die Kinder haben bereits die Schlitten hervorgeholt. Sehr zu deren Bedauern blieben die kälteren Temperaturen aber noch aus.

Auf dem Feld sind alle frostempfindlichen Gemüsekulturen bereits abgeerntet. Doch selbst Gemüse, das „frosthart“ ist und Temperaturen bis -10°C aushält, können wir in einer frostigen Woche kaum ernten. So müssen wir Vorräte anlegen, wenn sich eine Frostperiode ankündigt. Porree lässt sich aus dem gefrorenen Boden erst gar nicht herausziehen. Das einzige Gemüse, das sich notfalls bei starkem Frost ernten lässt, ist der Rosenkohl. Die Röschen müssen anschließend sehr schonend bei niedrigen Temperaturen aufgetaut werden. Ist der Rosenkohl jedoch nicht ganz durchgefroren, darf auch er nicht angefasst werden. Dort, wo man das Röschen anfasst, entstehen Druckstellen, die beim Auftauen matschig werden und später gammeln. Dieses Phänomen zeigt sich auch bei Blattgemüsen wie Postelein und Grünkohl. Sie darf man nicht anfassen, egal ob leicht oder ganz durchgefroren. Bei vorhergesagten leichten Frösten behelfen wir uns im Gewächshaus oft mit einer Vliesauflage auf die zu erntende Kultur am Nachmittag vorher. Unter dem Vlies bleibt es etwa 2°C wärmer, was dann ausreicht, um unbeschadet zu ernten…

Auch für den eigenen Garten zu beachten ist, dass alle Kulturen, auch winterharte wie Asia-Salat, grundsätzlich besser Frostperioden überstehen, wenn sie noch jünger sind, als wenn sie fast Erntereife erlangt haben.

Dank der noch immer sehr milden Temperaturen freuen wir uns, Ihnen jetzt, kurz vor Weihnachten, wieder unsere Kohlröschen anbieten zu können. Optisch wie geschmacklich eine sehr gelungene Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl, ganz einfach zubereitet, voller Vitamine und im Geschmack viel milder als die Ausgangssorten, nicht kohlig, sondern eher nussig. Probieren lohnt sich!

Aktuell haben wir im Folientunnel einen täglichen Gast, der junge Feldsalat-Pflänzchen mit Rumpf und Stumpf abknabbert. Wir sind noch unsicher, wer sich da durchfuttert. Ob es Schnecken sind oder doch ein Hase tagsüber hineinhüpft, wenn die Türen offen sind. Noch haben wir niemanden auf frischer Tat ertappt und keine Spuren identifizieren können. Wir sind gespannt, ob wir es noch herausbekommen.

Herzliche Grüße

für die Hofgemeinschaft

jenni ponsens