Liebe Freund:innen und Kund:innen des Hofes,

heute gibt es wieder Neuigkeiten aus dem Kuhstall. Wie einige unserer Besucher:innen schon festgestellt haben, sind die Triebwege der Kühe wieder eingezäunt und der ein oder andere Kuhfladen liegt wieder auf dem Hof.

Grund dafür ist das milde Frühjahr. Das Gras fängt an zu wachsen, wir Stallbauern sehnen diesen Tag herbei, wenn die Kühe wieder auf die Weide können. Ein erheblicher Arbeitsaufwand mit täglich zweimal Fladen drehen und einstreuen fällt dann erstmal weg. Doch davor sind natürlich einige Vorarbeiten zu treffen: Die Weiden müssen gestriegelt werden, d.h. altes abgestorbenes Gras und kleine Äste werden herausgekämmt und Maulwurfshügel eingeebnet. Das ist wichtig damit wir später keine Erde im gemähten Futter haben. Zum einen fressen es die Kühe nicht und es könnten auch Bakterien ins Futter kommen, die sich sehr schlecht auf die Milchqualität und das Käsen auswirken. Gleichzeitig wächst auf den Hügeln nichts und wir bekommen kahle Stellen auf den Flächen. Darum verteilen wir diese Erde und drücken sie gleichzeitg auch mit an. Dafür ist der Striegel gebaut, um diese drei Dinge gleich auf einmal zu erledigen.

Nach dieser Arbeit werden die Weiden eingzäunt, meist nutzen wir zuerst das Kleegras im dritten Jahr. In unserer Fruchtfolge haben wir immer drei Jahre Kleegras auf einer Fläche und mähen auf den ein- und zweijährigen Flächen unser Winterfutter, das zweijährige wird je nach Jahr und Trockenheit im Jahresverlauf später auch mit beweidet. Je „älter“ das Kleegrass ist desto Trittfester die Narbe und die Kühe hinterlassen weniger Trittspuren.

Weiter mit dem Zaunbau. Wir Zäunen unsere Flächen in feste Abteile, wo die Kühe immer eine zugeteilte Portion abfressen können. Somit verhindern wir, dass die Kühe immer nur die Leckerbissen abfressen und zu viel wertvolles Futter ungenutzt stehen bleibt.

Zuletzt werden die Triebwege gebaut, über den Hof, den Hauptweg zum Windrad und zwischen den verschiedenen Flächen hindurch zur eigentlichen Weide. Hinter dem Windrad auf den sogenannten Grinauweiden befindet sich das Sommerquartier unserer Mast- und Jungtiere. Dort ist es aber momentan noch viel zu Nass, so dass diese Tiere den Kühen noch eine Zeitlang neidisch hinterher schauen müssen. Zu guter Letzt werden die Wasserwägen aus dem Winterlager geholt, geputzt und jetzt wieder ungfähr alle drei Tage gefüllt.

So konnten wir unsere Kühe schon am 27.März auf die Weide lassen, so zeitig waren wir, so lange ich hier auf dem Hof bin, noch nicht auf der Weide. Das „erste Mal“ ist immer ganz besonders: zum einen hoffen wir, dass die Zäune alle halten und die Kühe nicht irgendwo durchbrechen und zum anderen gibt es für die Kühe kaum ein Halten, wenn es das erste mal wieder auf die Weide hinaus geht. Da wird gerannt, gehüpft, gesprungen und sich ausgelassen mit dem ganzen Köper in der Erde gewälzt und nätürlich fischestes Gras gefuttert. Immer wieder eine Freude, das mit anzusehen!

Anfangs gehts erstmal zur Eingewöhnung nur Stundenweise auf die Weide, doch jetzt sind sie schon länger den ganzen Tag bis zum Melken gegen halb vier auf der Weide und können beim Hereinkommen bewundert werden. Kommen Sie doch einfach vorbei und schauen Sie sich das mit einer guten Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen einfach selber an!

Bis die Kühe dann auch Nachts draussen sind muss das Wetter noch bisschen verlässlicher und milder werden, damit auch genug Futter nachwächst…..

Eine schöne Woche wünscht, für die Hofgemeinschaft

Sebastian Nikol

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