Liebe Kundschaft,
in unserer Gärtnerei hat die neue Saison begonnen! Schon vor einer Woche haben wir die ersten Radieschen in unserem Gewächshaus ausgesät. Die Freilandsaison wurde mit der Einsaat der „Dicken Bohne“ auf unserer kleinen Fläche hinter dem Gewächshaus eröffnet.
Nicht nur für unseren eigenen Anbau, sondern auch für unseren Jungpflanzenmarkt am Samstag, den 25. April, haben wir die ersten Tomaten und viele weitere Kulturen ausgesät. Merken Sie sich diesen Termin gerne vor. An diesem Tag werden wir unsere Jungpflanzen vor unserem Hofladen verkaufen. Falls Sie unseren Hof noch nie besucht haben, ist das sicherlich ein guter Anlass, dies zu ändern! Einen Teil des Angebots werden wir vermutlich auch wieder über unseren „Webshop“ anbieten – aber wir freuen uns natürlich besonders, wenn Sie uns direkt auf dem Hof besuchen kommen.
Heute konnte ich bereits die Spitzen der ersten Tomaten in den Aussaatschalen entdecken. Jedes Jahr aufs Neue ist dieser Moment etwas ganz Besonderes. Bis aus dem kleinen Samenkorn eine kräftige Jungpflanze geworden ist, die wir Ihnen dann hoffentlich stolz übergeben dürfen, dauert es aber noch etwa fünf Wochen. Bis dahin wird sich täglich gekümmert: Temperatur im Blick behalten, lüften, gießen, pikieren, topfen …
Unser Gewächshaus ist eigentlich zu keinem Zeitpunkt des Jahres leer. Kürzlich haben wir Salate, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Mairübchen, Feldsalat, Spinat, Pak Choi und Rübstiel für Sie gepflanzt. Diese Kulturen machen dann nach und nach – spätestens bis Mitte Mai – Platz für unsere eigenen Tomaten. Wenn Sie in der Sommerzeit einen Blick in unser Gewächshaus werfen, sieht alles ganz anders aus als im Winter und Frühjahr. Stehen die Tomaten hoch und dicht, ist der Blick durch das ganze Haus kaum noch möglich – aktuell dagegen hat man noch eine schöne, weite Sicht.
Nicht nur im Gewächshaus geht es los – auch für unseren Freilandanbau haben wir bereits ausgesät. Während die Bedingungen im Folientunnel und Gewächshaus relativ planbar sind, spielt im Freiland eine Variable mit, die alles deutlich unberechenbarer macht: das liebe Wetter. Wann trocknet der Acker so weit ab, dass er bearbeitet werden kann? Ist der Boden rechtzeitig vorbereitet, wenn die Jungpflanzen die richtige Größe zum Pflanzen erreicht haben? Jedes Jahr müssen einige Dinge zusammenpassen, damit der Start in die Saison gelingt. Im besten Fall können wir früh auf den neuen Acker – das bringt uns auch beim „Beikrautmanagement“ große Vorteile und spart später erhebliche Arbeit und Kosten.
Das Frühjahr ist eine ganz besondere Zeit im gärtnerischen Jahreslauf: Alles strebt nach draußen, wächst nach oben – und beginnt von Neuem.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Frühling – bleiben Sie frohgemut!
Für die Hofgemeinschaft
Ralph Seckler



