Liebe Kund:innen,

Ernte gut, alles gut – schön wärs!

Das, was zwischen März und Juni gefehlt hat an Wasser, gabs jetzt im Juli und Anfang August zuviel. Ihr könnt nun gerne die Feststellung bemühen, dass man es manchen Menschen bzw. Berufsgruppen einfach nicht recht machen kann mit dem Wetter.

Das stimmt aber nur zum Teil. Wir sind schon sehr flexibel, was Ernte und Bearbeitung unserer Flächen angeht, nutzen jeden noch so kleinen passenden Zeitraum, planen um, improvisieren, passen uns an, halten verschiedenste Technik vor und verwenden viel Energie um Getreide zu trocknen.

Aber manchmal hilft das alles nichts. Wenn es entweder zu lange zu trocken oder zu lange zu nass ist, können wir das nicht mehr kompensieren. Und dieses zu lange zu viel von etwas nimmt leider zu, die Extreme werden stärker und häufiger. Aber wen wunderts.

Auch wenn sich vor allem die Wintergetreidebestände nach dem trockenen Frühjahr noch recht schön entwickelt hatten, konnten sie nun vielfach nicht rechtzeitig geerntet werden.

Roggen konnten wir zum Teil rechtzeitig Ernten, Dinkel auch. Der Rest – Weizen, Sommerroggen und Hafer – stand aber noch während der ausgiebigen Schauer Ende Juli/Anfang August und konnte erst in der letzten Woche gedroschen werden. Die Qualität hat darunter deutlich gelitten, in wie weit Backqualitäten noch erreicht wurden oder ob alles Futter ist wird sich noch zeigen.

Was auch nicht vor dem Regen rein kam: Das ganze Stroh der noch rechtzeitig geernteten Getreidebestände. Das gammelte seit dem auf dem Acker vor sich hin und musste mehrmals gewendet und wieder zusammengeschwadet werden, was zu großen Verlusten führte. Diese müssen wir allerdings in Kauf nehmen, wenn die Kühe und die Menschen im Stall im Winter nicht in riesigen Schimmelwolken stehen sollen. Von dem nach dem Regen geernteten Getreide wars dann allerdings schön trocken und liegt nun gepresst auf den Stoppeln.

Ein ähnliches Lied können die Gärtner:innen singen – die Zwiebeln waren reif und gerodet, konnten aber nicht auf der Fläche abtrocknen, da es ohne Unterlass regnete. Also rein damit und pausenlos von jeder Seite mehrmals Luft durchpusten. Die zweite Hälfte profitierte dann allerdings wieder vom Sonnenschein und kam schön angetrocknet herein.

Einzig die Kartoffeln freuten sich über den vielen Regen und wuchsen und wuchsen, was uns am Ende viele große Knollen bescheren wird und auch Futter konnte durch den Regen etwas nachwachsen.

Soweit ein kleiner Zwischenstand, nun folgt erst einmal die Kartoffelernte und Stoppelbearbeitung!

Schon mal zum Vormerken: am ersten Septermbersamstag den 6.9. feiern wir ab 14 Uhr unser Hoffest mit Clownerie, Kaffe, Kuchen und Grill und Musik von „Klangoxid“ aus Lübeck und Maria Daniel aus Kuhlrade.

Spätestens bis dahin! Philipp Hennig

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