Liebe Kunden,

in meinem letzten Kundenbrief habe ich berichtet von unseren drei Laufenten, die wir vor sechs Wochen zur Schneckenvertilgung im und ums Gewächshaus angeschafft haben. Kaum eingewöhnt, hat sich die erste Ente zum Brüten entschlossen und pünktlich nach 28 Tagen sind vierzehn putzmuntere Küken geschlüpft. Die ersten Tage haben sie den Großteil des Tages noch gewärmt von Mutter Ente im Nest verbracht und waren nur ganz kurz zu sehen, wenn sie zum Fressen und Trinken hinauskamen. Nun werden sie von Tag zu Tag aktiver und unternehmungslustiger und werden so langsam den Auslauf erkunden und auch für Besucher zu betrachten sein. Die stolze Mutter ist sehr wachsam und aufgeregt, sobald sich jemand nähert. Ich hoffe, dass sie es auch draußen schafft, gut auf ihre wuselige Schar aufzupassen. Dort gibt es ja nicht nur Spannendes zu entdecken, sondern auch reichlich Gefahren für die Kleinen. Ich beneide die Ente nicht um ihre Aufgabe, ihre Küken zusammenzuhalten, sie sind schon richtig schnell. Schließlich sind Indische Laufenten nicht nur als hervorragende Schneckenfresser bekannt (Nacktschnecken sind ihre absolute Leibspeise), sondern auch für ihre Laufgeschwindigkeit. In manchen Ländern gibt es sogar Wettkämpfe, wo Züchter ihre Laufenten um die Wette rennen lassen.

Aufgrund der Trockenheit haben wir in diesem Jahr bisher wenig Probleme mit Schnecken. Ich freue mich sogar, wenn ich bei meinem abendlichen Rundgang ein paar Schnecken finde, womit ich den Enten eine Freude machen kann. Sobald die Küken größer sind, sollen sie natürlich selbst Schnecken sammeln, doch aktuell nutze ich diesen Leckerbissen, um die noch recht scheuen Tiere an uns zu gewöhnen.

Aktuell bereiten uns dafür im Folientunnel andere Tiere Sorgen. Wühlmäuse unterhöhlen den gesamten Tunnel und haben uns bereits zwei Drittel des ersten Satzes Stangenbohnen abgeknabbert. Zurzeit beißen sie uns immer wieder Gurkenpflanzen durch. Das ist besonders ärgerlich und traurig, denn die Gurken stehen wunderschön da und tragen bereits die ersten Früchte. Würden sie wenigstens eine Pflanze ganz auffressen, statt mehrere einfach nur durchzubeißen… Wie auch immer, wir hoffen, dass sie sich nun andere Nahrung suchen und wir uns ungetrübt an den Gurken erfreuen können.

Die Gurkensaison hat begonnen! Unsere Kinder warten bereits seit Wochen darauf und würden am liebsten von morgens bis abends Gurken futtern. Ich kann es verstehen. Eine frische knackige Gurke schmeckt einfach ganz anders als eine, die bereits gelagert, transportiert und gekühlt worden ist. Vor allem durch Wechsel zwischen warm und kalt aber auch bei zu kalter Lagerung (<12°C) werden Gurken weich und labberig. Darum gehören Gurken auch zu Hause eher in einen kühlen (Keller-)raum als in den Kühlschrank.

In diesem Jahr freuen wir uns, eine samenfeste bzw. nachbaufähige Minigurke in größerem Umfang ausprobieren zu können, eine Neuzüchtung der Bingenheimer Saatgut AG. Wir sind gespannt, wie sie sich im Vergleich zur bisherigen Standardsorte zeigt. Bei den Schlangengurken setzen wir bereits auf eine samenfeste Sorte. Deren Früchte sind zwar anfangs etwas kurz und erreichen nicht die handelsüblichen 300g, wir verkaufen sie dann aber entsprechend günstiger.

Sommerliche Grüße,

für die Hofgemeinschaft

jenni ponsens

    Aktueller Kundenbrief

    • 10.06.24 – Rückblick aufs Hoffest
      Liebe Kund:innen, wenn Sie diese Zeilen lesen ist das Hoffest schon wieder mehr als eine Woche her. Trotzdem soll es an dieser Stelle einen kleinen Bericht geben: Wir hatten uns ja letztendlich dafür entschieden, das Fest stattfinden zu lassen, obwohl die Wetterprognose sehr unsicher war – vor allem was die Tage vor dem Fest anbetraf. … Weiterlesen: 10.06.24 – Rückblick aufs Hoffest

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    Ökolandbau -Mit dieser Maßnahme werden landwirtschaftliche Betriebe bei der Einführung von ökologischer Landwirtschaft und deren Beibehaltung unterstützt.

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