Liebe Kunden,

ich würde ja mal behaupten der Karneval ist nicht so ein norddeutsches Ding. Vieles ist auch mehr oder weniger befremdlich für Außenstehende. Wir werden nichtsdestotrotz als bemühte Eltern unserem Bildungsauftrag nachkommen und unseren Kindern in den „Faschingsferien“ die urtümliche Welt des Kölner Straßenkarnevals näherbringen. Wie so einige hier aus unserer Hofgemeinschaft, kommen wir originär aus südlicheren Gefilden. Unsere Kinder sind aber hier geboren. Kinder sind ja in der Regel sehr unvoreingenommene Wesen und für das Verkleiden leicht zu gewinnen. Wenn ihnen dann auch noch Süßigkeiten vor die Füße geworfen werden sind sie für diesen Teil des Brauchtums schnell zu begeistern. In den letzten Jahren konnten wir genau dreimal einen kleinen hofinternen Faschingsumzug stattfinden lassen welcher bei den meisten Bewohnern (Klein und Groß) auf Resonanz stieß. Da wurde kurzerhand unser kleiner Ernteanhänger zum Karnevalswagen umfunktioniert und in unserem Fall „Köllsche“ Karnevalslieder bemüht…Ein sehenswerter Kontrast – wer unseren Hofalltag so kennt.

Nun ist der Karneval natürlich kulturhistorisch recht vielschichtig. Haben sie schon mal vom „Nubbel“ gehört? Das ist eine Art Strohpuppe welche im Übergang zum Straßenkarneval in Köln an die Kneipen gehangen wird. Zum Ende der Fastnachtszeit wird diese in einer Art symbolischen Akt zu Grabe getragen. Vorher wird er für all die begangenen – auch persönlichen – Verfehlungen der zurückliegenden Tage als schuldig befunden (z.B. übermäßiger Genussmittelkonsum und seine Begleiterscheinungen,…).

Letztlich muss dann der „Nubbel“ dafür brennen.

Überhaupt: Gerade in diesen „beschwerten“ Zeiten lohnt sich ein Versuch die „Kölner Grundgesetze“ zu verinnerlichen: z.B. §3 „Et hätt noch immer joot jejange“. In diese Sinne: Kölle Alaaf!

für die Hofgemeinschaft

Ralph Seckler (Karnevalsmuffel)

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    • 10.06.24 – Rückblick aufs Hoffest
      Liebe Kund:innen, wenn Sie diese Zeilen lesen ist das Hoffest schon wieder mehr als eine Woche her. Trotzdem soll es an dieser Stelle einen kleinen Bericht geben: Wir hatten uns ja letztendlich dafür entschieden, das Fest stattfinden zu lassen, obwohl die Wetterprognose sehr unsicher war – vor allem was die Tage vor dem Fest anbetraf. … Weiterlesen: 10.06.24 – Rückblick aufs Hoffest

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