Neue Neuigkeiten vom Hof

Sie werden es nicht glauben, was jetzt kommt! Ich hoffe, Sie sitzen. Wir haben lange darüber nachgedacht, bewegt und heiß diskutiert. Und zwar schon eine ganze lange Weile. Sollen wir? Oder sollen wir nicht? Was sind Vorteile, was die Nachteile? Welche Chancen bietet es? Wie groß sind die Risiken? Wer hat wovor Angst oder Bedenken? Noch zu zehnt nahm es seinen Anfang. Da gab es dann schon mal 12 Meinungen dazu. Es war nicht einfach, kann ich sagen. Aber wir haben es nun doch schließlich getan. Jetzt kommt‘s. Seit wenigen Tagen sind wir bei: Instagram! Wir sind nun also im hier und jetzt mit der neuartigen Technik angekommen. In der neuen Neuzeit, wo alles über schöne, bunte Bilder mit wenig Text schnelllebig kommuniziert wird. Vielen lieben Dank an dieser Stelle, dass Sie unseren „altmodischen“ Zettel namens „Kundenbrief“ immer noch fleißig lesen! Und haben Sie bitte keine Angst. Nur weil wir jetzt das neue Medium nutzen, heißt das nicht gleich, dass der Kundenbrief eingestellt wird. Es gibt doch wirklich nichts schöneres, als etwas Griffiges mit Inhalt in den Händen zu halten. Oder? Für diejenigen, die Instagram schon nutzen und die, die es bald tun werden, gibt es also unter @gutrothenhausen Bekanntes, Neues und Aktuelles vom Gut. Schauen Sie doch mal vorbei.

Eine weitere lustige Neuigkeit ist, dass wir neue Hofbewohner haben. Sie haben sich aber nicht irgendwo zentral am Hof niedergelassen, sondern am Teich. Es wohnt dort jetzt eine Nutria-Familie. Ausgewachsene Nutria sind ganz schön groß und weil sie keine natürlichen Feinde haben, verspüren sie ziemlich spät einen Fluchtreflex. Unsere Hühner sind zur Zeit gegenüber des Teiches auf einer Grünlandfläche und dort begegnete dem Hühnerbauern eines Abends ein eher großes Nutria-Exemplar und zwar im Hühnerzaun verheddert. Als er es aus dem Zaun schüttelte, ergriff das Tier nicht gleich die Flucht, sondern drehte sich um und fauchte den Hühnerbauern mit seinen großen orangenen Zähnen an. Zum Glück war es nicht auf Angriff aus! Es trottete daraufhin gemächlich davon. Am nächsten Abend wurde sogar die ganze Familie im Hühnerauslauf gesichtet. Aber keine Sorge, die Hühner sind nicht gefährdet. Nutrias sind fast Vegetarier; nur Schnecken und Süßwassermuscheln können sie nicht widerstehen. Neben den Schwänen und Enten ergänzt die Nutria-Familie nun die Vielfalt am Teich. In der Luft schwebt dagegen der Adler und Milan, am Boden stakt der Storch und sucht Frösche sowie anderes Kleingetier zum Mittag, der Fasan lebt im Knick und der Reiher lässt sich auch mal blicken.

Und zum Schluss möchte ich noch erwähnt haben, dass der rote Hühnerstall wieder ausgestallt und eingestallt wurde. Das heißt für Sie: Es gibt wieder leckere ganze Suppenhühner im Hofladen und Lieferservice. Greifen Sie zu, der nächste stürmische Herbst kommt bestimmt. Denn dann schmeckt eine heiße Hühnersuppe am besten! Darüber hinaus gibt es demnächst wieder vermehrt nur kleine Eier. Denn Sie wissen ja schon, ein Huhn legt am Anfang der ersten Legeperiode erst einmal kleine Eier. Deswegen bekommen Sie ja unsere Eier zu einem Kilopreis. Ist das Ei kleiner, ist es auch günstiger. Haben Sie eigentlich schon unsere Hähnchenteile entdeckt? Die Hühnerbrüste, Keulen und Flügel kann man schön im Backofen schmoren oder auf dem Grill zubereiten. Dazu ein frischer knackiger Salat vom Hof, gegrillte Zuchini, ein Gurkensalat mit Dill und frisch gebackenes krosses Sauerteig-Baguette! Mhhhh… ein Hof-Menü zum Dahinschmelzen. Und zu guter Letzt wird noch ein Bratek – der Brat- und Grillkäse vom Hof – am liebsten mit süßem Senf serviert. Denn Käse schließt bekanntlich den Magen.

Es grüßt Sie herzlichst und bis bald,

Karoline Czynski

  • 05.09.22 – vom Tag des offenen Hofes und Kartoffeln

    Liebe Kund*innen,

    letzten Samstag haben wir es endlich einmal wieder gewagt: So eine Art Hoffest zu veranstalten!

    Vor zwei Jahren, vor Corona, waren die Hoffeste ja zuletzt sehr groß und voll gewesen, mit sehr viel Vor- und Nachbereitung verbunden und eher so eine Art Rummel. Das hatte auch seinen Reiz, der Bezug zum Hof war aber irgendwie etwas verloren gegangen.

    Wir haben die Gunst der Stunde genutzt, mal ein anderes Format auszuprobieren: einen Tag der offenen Tür bzw. des offenen Hofes, mit vielen Möglichkeiten, den Hof einmal anders zu erleben, als es bei einem „normalen“ Besuch der Fall ist.

    Heraus gekommen sind verschiedene Mitmachaktionen und Führungen: selbst Käse machen, sich im Brezeln Schlingen üben, Sauerkraut stampfen, Sorten- und Samen Raten, ein Kisten-Stapel-Wettbewerb, Hühnerführungen, Schlepperrundfahrten mit Hintergrundinformationen und natürlich vielen kulinarischen Köstlichkeiten vom Hof und einer Stroh-Kletter-Burg.

    Es war schön für uns zu sehen, wie viel Interesse die vielen Besucher*innen an den Hintergründen unserer Arbeit haben. Und es war schön zu erleben, wie viele Menschen uns ganz selbstverständlich bei all den Aktionen unterstützt haben! Vielen Dank Euch allen an dieser Stelle!!

    Für Sie als Kund*innen gibt’s auch gleich die nächsten Möglichkeiten, den Hof einmal von einer anderen Seite zu erleben:

    Ab sofort dürfen wieder Kartoffeln nachgesammelt werden. Wir sind zwar noch nicht ganz mit Roden fertig, es lohnt sich aber schon! Der Kartoffelacker liegt direkt in der Linkskurve nach dem Lindenhaus (Gästehaus), also einfach dem Weg folgen, dann stoßen Sie direkt darauf. Eine Kasse steht dieses Jahr nicht am Feldrand, gehen Sie einfach nach dem Sammeln ins Hofcafé und lassen sich einen Kaffee und Kuchen schmecken 🙂

    Ende September, am Samstag den 24.9. um 11 Uhr findet dann wieder „Zukunft Säen!“ statt mit anschließender Erntesuppe – auch hier freuen wir uns auf alle alten und neuen Gesichter.

    Jetzt heißt es erst einmal noch etwas Aufräumen und vor dem angekündigten Regen die Hirse und den Hanf dreschen, deshalb sei hier nun Schluss mit Kundenbrief!

    Schöne Grüße, Ihr Ackerbauer Philipp Hennig

Aktueller Kundenbrief

  • 26.09.2022 – vom Herbst, Lämmern, Melonen und Scheunenfeten
    Liebe Kunden, Es wird herbstlich, die Tage werden kürzer, die Nächte teilweise schon richtig kalt. Immer mehr Vogelzüge sind zu sehen. Bei unseren Schafen beginnt bald die Decksaison. Scottish Blackface gehören zu den saisonalen Schafrassen, sie werden nur im Herbst brünstig und lammen so immer im Frühling nach 5 Monaten Tragezeit. Ein neuer Bock ist […]

Öko-Forderung


Ökolandbau -Mit dieser Maßnahme werden landwirtschaftliche Betriebe bei der Einführung von ökologischer Landwirtschaft und deren Beibehaltung unterstützt.

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