Liebe Kund:innen,

diese Woche möchten wir Ihnen ein Gemüse vorstellen, dass wir ganz neu im Sortiment haben, die Inkawurzel oder Yacón. Aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkung gilt sie als Superfood und ist vielseitig verwendbar: roh im Salat oder Smoothie oder gegart als Gemüse. Die Knollen haben einen frisch-süßlichen Geschmack. Sie lassen sich mit dem Geschmack einer Birne, Melone oder Nashi vergleichen.

Herkunft

Wie der Name vermuten lässt, ist die Inkawurzel, Smallanthus sonchifolius, in Südamerika beheimatet. Vermutlich verbreiteten die Inkas vom 13. bis zum 16. Jahrhundert den Anbau der Yacón-Wurzeln als Heil- und Nutzpflanze. Traditionelle Anbaugebiete liegen in Höhen von 1.000 bis 3.500 m in den Tälern der Anden. Noch immer ist die Yacón in vielen Ländern Südamerikas heilig und wird zu bestimmten Festlichkeiten gegessen.

Gesundheitliche Aspekte

Die Inkawurzel besteht hauptsächlich aus Wasser und Kohlenhydraten. Hierbei handelt es sich aber nicht um Stärke, sondern vor allem um die präbiotischen Stoffe Inulin und Oligofructose. Diese können vom Darm nicht gespalten werden und dienen als Ballaststoffe. Sie wirken präbiotisch, indem sie das Wachstum nützlicher Darmbakterien anregen und hierbei eine gesunde Darmflora fördern. Oligofructose (bis zu 280mg / 100g Yacón) besitzt fast die Hälfte der Süßkraft von herkömmlichem Zucker, ohne den Insulinspiegel zu erhöhen. Deshalb sowie aufgrund ihres hohen Inulingehaltes ist die Yacón besonders bei Diabetikern bekannt und beliebt. Da Yacón sehr kalorienarm und ballaststoffreich ist und zudem den Stoffwechsel ankurbelt, kann regelmäßiger Verzehr auch beim Abnehmen helfen. Die Knolle enthält außerdem sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit antioxidativer Wirkung. Yacón-Pulver und Yacón-Sirup werden als kalorienarmes Süßungsmittel angeboten.

Verwendung

Die Yacón wird vor dem Verzehr geschält. Sie schmeckt roh hervorragend und ergänzt geraspelt den Rohkostsalat, gewürfelt den Obstsalat oder das Müsli, außerdem ist sie eine interessante Ergänzung im Smoothie. Auch warm lässt sich die Yacón vielseitig verwenden, sie lässt sich backen, braten, grillen, kochen und dünsten oder als Suppe verarbeiten. Zu empfehlen ist sie auch in Scheiben geschnitten und als Chips frittiert.

In ein feuchtes Tuch eingeschlagen können Sie die Yacón gut noch einige Tage oder Wochen aufbewahren.

Wir haben die Inkawurzel in diesem Jahr erstmals angebaut. Die Ernte ist eine Herausforderung: die Pflanzen sind bis zu 2m hoch und sehr ausladend, die Knollen sind im Boden verzweigt und brechen leicht. Da es schwer ist, an Vermehrungsmaterial zu kommen, werden wir versuchen die Wurzelstöcke der frostempfindlichen Pflanzen frostgeschützt zu überwintern, so dass wir im kommenden Jahr eigene Vermehrungsknollen haben. Wir sind gespannt, wie das funktioniert.

Die Yacón vom Hof wird ab Ende dieser Woche erhältlich sein. Vielleicht kann sie der/dem ein oder anderen ein bisschen die grauen Novembertage versüßen, wobei die Süße der Knollen wohl mit der Lagerdauer zunehmen soll…

Für die Liebhaber des klassischen, herzhaften Wintergemüses haben wir ab dieser Woche neben Rosenkohl und Grünkohl auch endlich eigenen Feldsalat aus unserem Gewächshaus anzubieten.

Für die Hofgemeinschaft,

herzliche Grüße!

Jenni Ponsens

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