Endlich ist es soweit. Wir haben die frisch renovierten Käseräume wieder bezogen und die Milchverarbeitung wieder gestartet. Nach einer aufregenden und zum Teil mürben Bauphase können wir mit ein bisschen Verzug unsere Milch wieder am Hof zu leckeren Milchprodukten veredeln. Sie warten ja auch schon sehnsüchtig auf unseren Joghurt und Quark.

Vor dem Umbau habe ich mir ganz viele Gedanken gemacht, wie alles aussehen soll und was wo stehen soll. Jetzt wird sich herausstellen, was ich alles nicht bedacht habe und wo ich doch mal wieder improvisieren muss. Alles ist jetzt neu und tatsächlich noch nicht ganz fertig. Hier fehlt noch ein Haken, da ein Regal oder Waschbecken und der Boden in der Schmutzschleuse muss noch gefliest werden. Aber die nötigen Produktionsräume sind bereit. Ich persönlich muss gestehen, dass meine Motivation gerade etwas irgendwo verloren gegangen ist. Alles ist so neu; es riecht neu, es läuft sich neu, es guckt sich neu aus dem Fenster. Vor allem die Arbeitsabläufe müssen jetzt neu gedacht werden mit Abstimmung mit dem Stall und dem einen Kessel und und und… Letztens habe ich mich tatsächlich bei dem Gedanken erwischt, dass ich doch ein wenig die alte Käserei vermisse. Aber was vermisse ich denn da, das Schöpfen der vielen Hundert Liter Milch von Hand? Oder das anstrengende Rumfahren des Hoftanks, die ausgediente Spülmaschine, die fehlende Schmutzschleuse? Oder bin ich gerade doch etwas überanstrengt aufgrund der Bauphase und ein bisschen überfordert mit den Dingen, die nun auf mich warten. Ich liebe Routine sowie Beständigkeit und in der alten Käserei war alles eingespielt, das lief einfach. Da musste ich nicht mehr viel Hirnschmalz reinstecken. Ich tue mich schwer mit Veränderung und gleichzeitig weiß ich, dass das die einzige Konstante im Leben ist. Schon der griechische Philosoph Heraklit sagte doch vor zweieinhalbtausend Jahren: „Nichts ist so beständig wie der Wandel.“. So nun, da stehe ich jetzt mit dem Wissen um mein Wissen, dass mir nicht wirklich jemand helfen kann und ich da einfach durch muss. Und je schneller ich die Dinge angehe, desto schneller ist wieder eine Art Routine da. Bis die nächste neue Herausforderung kommt! Achja, das Leben und seine Lebendigkeit! Zum Glück weiß ich auch, dass ich in schwierigen Zeiten mit positivem Denken und vor allem viel Humor sowie Kuchen auch Einiges regeln kann. Also, auf geht’s!

Schöne Grüße, Karoline Czynski

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