Liebe Kund:innen und Freund:innen des Hofes,

am letzten Samstag fanden bei uns auf dem Hof gleich drei Veranstaltungen statt: vormittags lud unsere Gärtnerin Jenni zur Führung durch unser Gemüse ein, abends fand die alljährliche Veranstaltung „Flammkuchen mit Musik“ statt, die diesmal kombiniert mit dem Wanderkino war. Einige von Ihnen und Euch waren sicher dabei und haben direkt miterlebt, was wir für ein Glück mit dem Wetter hatten: den ganzen Tag regnete es immer wieder und auch kurz vor Beginn der Abendveranstaltungen gab es noch einen kräftigen Schauer, aber Punkt 19 Uhr war es trocken und zu späterer Stunde gab es tatsächlich noch einen herrlichen Sonnenuntergang.

So konnten wir alle produzierten Flammkuchen verkaufen und Dank der fleißigen Helfer in der Backstube gab es spontan fürs Kino noch einen Schwung frischer Laugenbrezel direkt aus dem Ofen. Neben Speis und Trank durften wir uns an den poetischen Liedern von Maria aus Kuhlrade erfreuen und später dann über Schwarz-Weiß-Filme, einige sogar von 1900, live untermalt von Klavier und Geige.

Solch eine Veranstaltung stellt für mich im Alltag immer eine kleine Herausforderung da. Umso schöner, wenn es gut gelingt und viele fröhliche Helfer unterstützen!

Eine weitere Herausforderung ist für mich gerade unsere Getreidemühle: zuerst hatte sie einen Lagerschaden, was aus Altersgründen schon mal passieren kann. Aufgefallen ist dies durch sehr warmes Mehl. Dies sollte 40 Grad nicht übersteigen, da sonst wichtige Eiweiße zerstört werden, die wichtig für das Klebergerüst im Teiges sind und somit für Lockerheit und Volumen des Endproduktes. Nach Austausch des Lagers lief kurz alles gut, bis die Mühle nach nicht mal einem Mahlgang erneut sehr warmes Mehl produzierte. Diesmal konnte es nicht das Lager sein, sondern war auf einen nicht mehr zentrierten Mahlstein zurückzuführen. Da die Reparatur immer etwas zeitaufwendig ist, musste ich nun erstmals etwas demeter-Vollkornmehl von Bauck zukaufen. Vielleicht hat der ein oder andere in der vergangenen Woche einen kleinen Unterschied bei den Broten wahrgenommen?! Dann mag das andere Mehl die Ursache sein. Ich finde unser eigenes Mehl griffiger und aromatischer und freue mich schon wieder auf unser eigen verarbeitetes Getreide. Durch diesen Vorfall ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie wichtig mir hochwertiges regionales Getreide als Basis für unsere Backwaren ist, und was für einen Unterschied es macht, mit dem Ackerbauer im Gespräch zu sein und nicht einfach anonymes Mehl zu verbacken über das ich im Grunde nicht viel weiß. Schön, daß bei uns diese Verbindung möglich ist!

Schön auch, daß es so sichtbar vorwärts geht mit dem Bau unserer neuen Backstube. In der letzten Woche wurde die Fassade angebracht und in der nächsten Woche kommen die Fenster!

Wenn sie diesen Kundenbrief in den Händen halten, hat unsere Führung „vom Korn zum Brot“ am 19.7. bereits stattgefunden. Deshalb kann ich Sie/Euch an dieser Stelle nicht mehr dazu einladen! Sollten Sie diese verpasst haben, scheuen Sie sich nicht bei Fragen, uns auch so zwischendurch auf dem Hof anzusprechen oder eine e-Mail zu schreiben!

Viele Grüße,

Ihre und Eure Bäckermeisterin

Verena Hennig

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