Liebe Freund:innen und Kund:innen des Hofes,

wir erleben gerade einen goldenen sonnigen Herbst, morgens und abends ist es schon recht kühl und auch schneller bzw. länger dunkel aber mittags wärmt die Sonne noch kräftig und taucht mit ihrem Licht alles in einen lieblichen goldenen Ton. Der frühe Herbst ist, wenn ich es mir so recht überlege, meine liebste Jahreszeit, denn er steht für absolute Fülle. Es scheint alles gleichzeitig vorhanden und erlebbar zu sein: zum einen wenn man ins Gemüse guckt, gibt es sowohl typisch frühsommerliche Kulturen wie Radieschen und Salate aber auch schon das erste Wintergemüse, zum anderen gibt es gerade ein großes Temperaturgefälle, was einen den Winter bereits erahnen lässt aber dennoch die letzten Reste des Sommers genießen. Auch die Kühe kommen noch täglich auf die Weide. Andererseits sind viele Erntearbeiten bereits abgeschlossen, was den Blick wieder freier werden lässt für andere Themen. Wir genießen die vielfältige Ernte aus unserer Gärtnerei, gerade gibt es so viele verschiedene Kulturen gleichzeitig, daß es im Laden bei der Gemüsepräsentation fast zu Platzproblemen kommt. Dabei sind seltene Kulturen wie Vulkanspargel und die violette Möhre, aber auch immer noch unsere aromatischen Tomaten, bunte Paprika, die letzten Gurken und bereits das erste Wintergemüse wie Wirsing, Rotkohl, rote und gelbe Bete und vieles mehr.

Der Erntestress im Ackerbau neigt sich dem Ende, nur noch Sonderkulturen wie Hirse und Hanf müssen gedroschen werden, somit kehrt gefühlt etwas Ruhe ein. In der Backstube sinken die Temperaturen wieder auf ein angenehmeres Arbeitsklima und ich taste mich langsam wieder an Franzbrötchen und Croissants heran, die sich bei mehr als 30 Grad aufgrund des hohen Butteranteils nicht herstellen lassen. Der erste Versuch ist allerdings gescheitert, da war es mit 27 Grad doch noch zu warm!

Am vergangenen Wochenende fand bei uns die alljährliche Aktion „Zukunft Säen“ statt, bei der Konsument:innen und Produzent:innen gemeinsam auf den Acker gehen und durch die Aussaat von Weizen gemeinsam symbolisch Verantwortung für unsere Lebensmittel übernehmen. Leider war die Teilnahme in diesem Jahr sehr gering, trotzdem ist es immer wieder ein schöner Akt, auch bei der Erntesuppe im Anschluss kommt es zu interessanten Begegnungen.

Wenn auch Sie/Ihr den landwirtschaftlichen Herbst genießen wollt dann gönnt euch doch einen Kaffee vor unserem Hofladen, schaut den Kühen zu, wie sie zum Melken in den Stall laufen, dreht eine kleine Spazierrunde entlang der Felder und fahrt mit guten Hofprodukten im Gepäck wieder Heim.

Viele Grüße,

Verena Hennig

    Aktueller Kundenbrief

    • 20.05.24 – Sommermilch
      Liebe Kund:innen und Freund:innen des Hofes, wie im meinem letzten Kundenbrief berichtet sind unsere Kühe jetzt schon gut eineinhalb Monate Tag und Nacht auf der Weide. Das ist für uns eine Entlastung in der täglichen Arbeit, aber in erster Linie sehr gut für unsere Kühe. Gutes, frisches Futter, viel Platz, Wind, Sonne und Regen. Endlich … Weiterlesen: 20.05.24 – Sommermilch

    Öko-Forderung


    Ökolandbau -Mit dieser Maßnahme werden landwirtschaftliche Betriebe bei der Einführung von ökologischer Landwirtschaft und deren Beibehaltung unterstützt.

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