Liebe Freunde und Kunden des Hofes

Endlich sind wir fertig mit der Beseitigung der Sturmschäden auf den Flächen. Die Winterstürme haben es dieses Jahr nicht sehr gut mit uns gemeint und viele Bäume entwurzelt oder abgeknickt. Von der großen, alten „Blitzeiche“ habe ich vor ein paar Wochen ja schon mal berichtet. Besonders dieses gewaltige Exemplar hat uns und unsere Maschinen gehörig gefordert. Jetzt sind die Weiden geräumt und Dank des warmen und trockenen Wetters endlich ausreichend befahrbar und wir haben mit der Grünlandpflege begonnen. Mit dem Wiesenstriegel sorgen wir dafür die Narbe zu belüften und die unzähligen Maulwurfshügel einzuebnen, damit das Weidegras gut wachsen kann und wir beim Mähen möglichst wenig Erde ins Mähgut eintragen. An das Mähen selbst ist freilich noch lange nicht zu denken. Vor allem die niedrigen Nachttemperaturen der letzten Wochen dämpfen das Wachstum der Pflanzen doch noch erheblich.

Vor allem die Kühe erwarten schon sehnlichst den ersten Freigang des Jahres, stehen sie doch inzwischen schon viereinhalb Monate im Stall. Sie beäugen vom Laufhof aus sehr aufmerksam alle Tätigkeiten auf den stallnahen Flächen und muhen uns Bauern erwartungsvoll hinterher, sobald wir den Laufhof in Richtung der Weideflächen verlassen. Bei ihnen ist aber nicht nur innerlich Frühlingsstimmung eingezogen, bei den meisten ist auch der Fellwechsel in vollem Gange. Der dicke Winterpelz juckt und wird, wo immer möglich schabend und kratzend beseitigt. Unter den Kuhbürsten liegt inzwischen ein schön dicker Teppich Kuhhaare.

Im Frühjahr, etwa zum Beginn der Weidesaison, ist auch immer die Zeit eine Klauenpflege gekommen. Zweimal jährlich werden die Klauen der Kühe routinemäßig gepflegt. Dabei geht es darum, das nachgewachsene Horn zu kürzen und etwaigen Wuchsfehlern oder Defekten entgegenzuwirken. Während des Weideganges legen die Kühe schließlich deutlich mehr Strecke zurück um an Futter zu kommen als es während der Stallzeit nötig ist. Die zweite Pflege findet dann im Herbst statt, wenn sich die Bedingungen wieder ändern und die Zeit im Stall wieder naht. Während des Jahres kommen dann noch die Tiere dran, die zum Zeitpunkt der Routinemaßnahme nicht gepflegt werden können. Das sind in der Regel die Tiere, die hochtragend sind und denen man aufgrund der Leibesfülle und des weit entwickelten Kalbes das Gefangensein im Klauenstand nicht zumuten will. Ganz ohne Risiko und völlig stressfrei ist diese Prozedur leider nicht, der Nutzen auf vier gesunden Sohlenpaaren laufen können überwiegt aber in jedem Fall, schließlich wollen 500 kg auch erstmal getragen werden.

Für die Hofgemeinschaft

Martin Dörschug

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