Liebe Kund:innen,

Der Herbst ist da, es ist Kürbis-Erntezeit! Ab sofort finden Sie bei uns neben einer Auswahl verschiedener Kürbissorten zum Verzehr auch Zier- und Schnitzkürbisse. Gerne möchte ich Ihnen die verschiedenen Kürbissorten ein wenig vorstellen:

Die wohl bekannteste Kürbisart sind die Riesenkürbisse (Cucurbita maxima), zu denen auch der Hokkaidokürbis zählt. Ähnlich wie der orangene Hokkaido (bei uns Sorte Fictor) und ebenfalls mit Schale zu verwenden ist der etwas mürbere, würzig-süße Blue Ballet (mein Favorit).

Zudem bauen wir einige Vertreter der Gartenkürbisse (C. pepo) an. Bekanntester Vertreter dieser Art ist die Zucchini, eigentlich ein unreif geernteter Kürbis. Zu den Gartenkürbissen gehört auch der Spaghetti-Kürbis, eine besonders bei Kindern beliebte Spezialität (z.B. erst ausgehöhlt und entkernt, das Fruchtfleisch vermischt mit vielen Kräutern, Gewürzen und Schmand und dann wieder in der Schale mit Käse überbacken). Außerdem haben wir in unserem Sortiment mit dem weiß-grün-gestreiften Sweet Dumpling eine ganz kleine und besonders süße Sorte. Aufgrund der geringen Größe bietet er sich zum Füllen an, aufgrund der Süße zur Verwendung in Desserts, er schmeckt aber auch wunderbar als Ofenkürbis und ist ebenfalls mit Schale zu verzehren.

Aus der Art der Moschuskürbisse (C. moschata) kennen viele den Butternut – vielseitig verwendbar und aufgrund seiner Form mit der kernfreien Walze besonders angenehm zu verarbeiten. Beliebt ist zudem der große Muskat de Provence mit seinem leuchtend orangenen, wunderbar duftenden Fruchtfleisch und dem fruchtigen Geschmack. Nachteil ist nur seine Größe von ca. 5-15kg, weshalb er oft in Scheiben verkauft wird. Auf der Suche nach einer handlichen Alternative probieren wir immer wieder Sorten aus, in diesem Jahr haben wir uns für den angenehm kleinen süß-cremigen „Angelique“ entschieden.

Oft werden wir von KundInnen gefragt, die Kürbisse aus selbst gewonnen Samen nachziehen, um welche Sorten es sich handelt. Das Problem ist, dass Kürbisse sich gerne kreuzen und somit dann meist nicht mehr sortenrein sind. Wenn es irgendwo im Umkreis Zier- oder Wildkürbisse gibt, besteht sogar die Gefahr, dass die selbst nachgebauten Kürbisse durch Kreuzung mit diesen den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin enthalten. Das können Sie jedoch ganz einfach testen, indem Sie ein Stückchen roh probieren. Wenn dieses nicht bitter schmeckt, können Sie den Kürbis bedenkenlos verzehren.

Im Herbst gilt es auch immer, uns von einigen Lämmern und Schafen zu trennen. Wir haben einen neuen Lammbock, da wir Töchter unseres Altbockes behalten haben. Der alte Bock wurde viel bewundert für seine wunderschönen Schneckenhörner. Es wird ein paar Jahre dauern, bis der Kleine da mithalten kann. Die Lämmer, die nicht bleiben können, bringe ich zur Landschlachterei Pirdzuhn, die passenderweise in Todesfelde sitzt. Es fällt mir nicht leicht, die Tiere dort abzugeben. Tröstlich ist jedoch immer, wenn ich sehe, dass sie dort sehr respektvoll und umsichtig behandelt werden. Und es ist schön, dass einige KundInnen schon auf das frische Lammfleisch von unseren Tieren warten! Bei uns sind die robusten Landschafe ganzjährig auf der Weide und erhalten keinerlei Kraftfutter o.ä. Die Lämmer leben bis zur Schlachtung im Alter von ca. 4-6 Monaten mit den Mutterschafen zusammen und ernähren sich ausschließlich von Muttermilch und Weidegang. Das zarte, dunkelrote Fleisch ist von besonderer Qualität. Probieren Sie es aus! Für Vorbestellungen, Rezepte oder sonstige Nachfragen wenden Sie sich gerne direkt an mich (jenni.ponsens@gutrothenhausen.de).

Das Lammfleisch ist in der Woche vom 05.10. bis 11.10. frisch im Hofladen und im Online-Shop erhältlich! Im Anschluss bekommen Sie es noch tiefgefroren – solange der Vorrat reicht. Bitte beachten Sie, dass alle Teile nur begrenzt verfügbar sind.

Etwa ab November wird es dann auch endlich wieder Schafsalami vom Hof geben. Die Salami stellt unser Metzger aus reinem Schaffleisch her, es wird kein anderes Fleisch untergemischt.

Mit herbstlichen Grüßen, für die Hofgemeinschaft!

Jenni Ponsens

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