Liebe Kund:innen,

sie kennen sicher einige Bauernregeln die sich mit den sogenannten Eisheiligen beschäftigen. Eine lautet z.B.: „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“. Der einzigen Frau unter den Eisheilig*innen () wird am 15. Mai gedacht. Ab diesen Tag gilt es als relativ sicher frostempfindliche Pflanzen wie Gurken, Tomaten, Paprika oder Zucchini zu pflanzen. Also ist Geduld angesagt wer auf Nummer sicher gehen will. Aber wer hat die schon… Wir pflanzen bereits Ende April Zucchini und Anfang Mai Gurken und Tomaten und hatten bislang in der Regel auch immer ein bisschen Glück. Zumal wir diese im sogenannten geschützten Anbau haben: heißt unter Glas oder Folie. Unsere Häuser sind alle nicht beheizt, schützen aber natürlich vor kaltem Wind und machen einen kleinen Unterschied. Mitte Mai pflanzen wir dann auch wärmeliebende Kulturen direkt draußen z.B. unsere kleinen gelben Bratpaprika, Chilis und Melonen.

Wenn ich zurückschaue, hatten wir in den letzten Jahren einmal Frostschäden an unseren ersten Zucchinipflanzen im Folientunnel. Bereits bei niedrigen einstelligen Temperaturen lassen sie ihre Blätter hängen und gehen ein. In unserem Fall trieben sie nochmal aus, aber die erste Ernte war dann natürlich sehr verzögert.

In den letzten zwei Wochen drohten auch in einigen Nächten die Temperauren unter 5° Grad zu fallen. Da heißt es wachsam sein. Der Pflanzenliebhaber hat die Temperaturen im Blick und deckt seine Zöglinge im besten Falle mit einem Vlies zu. Dies mussten wir aktuell zum ersten Mal seit langen Jahren wieder tun. So holten wir unsere Rolle Vlies raus und deckten draußen all jenes bereits gepflanztes Gemüse ab, um das wir Sorgen haben bei solchen Temperaturen: Zucchini, Staudensellerie, Artischocken, Paprika, Yacon etc.

Bei unseren gepflanzten Tomaten und vor allem den Gurken wird es dann schon kniffliger, denn diese sind bereits an Schnüren aufgeleitet und lassen sich nicht mehr mit Vlies abdecken. Gurken nehmen Schaden bei unter 5° Grad. Da wird unsereins schon mal nervös. Mehr für das eigene Gefühl haben wir zwei Heizstrahler aufgestellt – die doch sehr verloren wirkten in unserem Folientunnel – für den Notfall. Des Nachts schaute ich dann öfter mal vorbei – aber zum Glück Entwarnung! Es wurde dann doch nicht so kalt…

Hin und wieder lohnt sich doch die Sache mit der Geduld. Also, wenn sie die Möglichkeit haben, beherzigen sie die eingangs erwähnte Bauernregel. Andererseits: Die beschriebenen Maßnahmen vertiefen natürlich auch die Beziehung zum eigenen Gemüse…

Sonnige Grüße,

für die Hofgemeinschaft

Ralph Seckler

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    • 19.02.24 – vom Süden in den Norden
      Liebe Kund:innen und liebe Freund:innen des Hofes, heute nutze ich diese Gelegenheit, um mich Ihnen einmal kurz vorzustellen. Diejenigen unter Ihnen, die unseren Hofladen besuchen, haben mich bereits kennengelernt bzw. zumindest gesehen. Mein Name ist Bettina Würstl und wie der Name bereits vermuten lässt, komme ich aus Bayern. Nach einer längeren Station in Rheinland-Pfalz hat … Weiterlesen: 19.02.24 – vom Süden in den Norden

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