Liebe KundInnen,
nachdem der Frühling uns alle schon einen kleinen Einblick gegeben hat, wie schön es ist, wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und das Grün überall sprießt, ist es nun doch zumindest nachts wieder winterlich kalt. Dennoch haben es auch unsere im Freiland gesäten Dicken Bohnen bereits geschafft aus der Erde zu schauen. Die Radieschen im Folientunnel wachsen ebenfalls fleißig, bald erwarten wir schon die Ernte unsere ersten feinen Frisée Salate aus geschütztem Anbau. Darauf freuen wir uns, leeren sich doch gerade die Lager, vom Feld kommt gerade nur noch Porree, die letzten Kohlröschen sind erfroren. So wird zu dieser Jahreszeit die Auswahl an hofeigenem Gemüse immer etwas geringer. Aber das ändert sich bald wieder, unsere Anzuchttische platzen bereits aus allen Nähten! An dieser Stelle möchte ich schonmal hinweisen auf unseren Jungpflanzenmarkt am Sa 25.04., wo sie eine große Auswahl selbst gezogener Gemüsejungpflanzen bei uns erhalten!
Seit einigen Jahren bemühen wir uns, die Amphibien, die die Hauptstraße und unsere Hofzufahrt queren, mit Schutzzäunen vor dem Überfahren zu schützen und erfassen dabei genau, wie viele Tiere von welcher Art unterwegs sind. Die Tiere wandern grundsätzlich erst bei Nachttemperaturen über 5°C und möglichst feuchtem Wetter. In diesem Jahr hat die Wanderung sehr spät begonnen, da es lange kalt war und es gab bisher nur wenige Nächte, die gute Wanderbedingungen boten. Nun sind einige Tiere, die früh zum Laichen gekommen sind, bereits wieder auf dem Rückweg. Gleichzeitig sind auch noch Tiere zum Teich hin unterwegs, vermutlich die, die weiter weg überwintert haben. Die Weibchen sind meist sehr zügig und zielstrebig unterwegs, wohingegen die Männchen gerne stundenlang mitten auf der Straße sitzen, wo sie guten Überblick haben, um nach Weibchen Ausschau zu halten. Wenn sie eins finden, lassen sie sich dann zum Teich tragen. Unsere Kinder freuen sich immer besonders über diese „Doppeldecker“. Ich freue mich immer über die großen alten Weibchen, die es schon so viele Jahre geschafft haben, allen Gefahren zu entkommen, sowie über die kleinen unscheinbaren Molche.
Vor einiger Zeit hatte ich Ihnen berichtet über den aktuellen Stand zur Neuen Gentechnik. In der EU sollen zukünftig Produkte, die in einem bestimmten Umfang aus neuen gentechnischen Verfahren entstanden sind, nicht entsprechend gekennzeichnet werden müssen. Es wird also nicht mehr ersichtlich sein, ob sich veränderte DNA in unseren Lebensmitteln befindet. Damit geht ein grundlegendes Verbraucherrecht verloren: das Recht zu wissen, was wir essen. Der demeter Verband hat nun eine Kampagne ins Leben gerufen, die bereits in 14 Ländern läuft, wo über Messenger Kanäle gemeinsam die Stimme erhoben wird: https://www.blacked-out-ingredients.eu/de/start/
Für die Hofgemeinschaft
Jenni Ponsens



