Liebe Kunden,

oft am Wegesrande und auf den Hofflächen verteilt finden Sie bei uns eine große Vielfalt an Apfelbäumen. Neben den Apfelbäumen gibt es noch diverse Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen und Quitten…

Zurzeit stecken wir mitten in der Apfelernte. Durch die große Anzahl unterschiedlicher Sorten (ca. 30) haben wir bei den Äpfeln ein großes zeitliches Erntefenster. Ausgewählte Sorten vermarkten wir als sogenanntes Tafelobst. Das Tafelobst wird sorgsam von Hand gepflückt und anschließend in Kisten kühl gelagert, bis es abverkauft wird. Der andere Teil der Äpfel von unserem Hof landet bei ihnen in der Flasche als Apfelsaft. Diese werden in der Regel vom Baum geschüttelt, anschließend aufgesammelt und zur unserer Lohnmosterei „Möckel Most“ in Lübseerhagen gebracht, wo sie gepresst und in die Flasche gefüllt werden. Kleinere Mengen ergänzen wir noch mit Roter Bete, Quitte, Möhre und Ingwer aus eigenem Anbau.

Ähnlich wie bei vielen Kulturpflanzen zeichnet sich auch der Apfel durch eine riesige Sortenvielfalt aus. Man geht von bis zu 30000 Sorten weltweit aus. Davon sind ca. 2000 in Deutschland heimisch. Ca. 70 Sorten davon werden „erwerbsmäßig“ angebaut, mengenmäßig bedeutsam sind davon lediglich 20. Und letztlich findet man im „Discounter“ meist nur die bekannten vier: Elstar, Braeburn, die „Gala“gruppe und „Jonagold“gruppe. Gründe für den Kauf von alten, regionalen Apfelsorten – am besten noch von sogenannten „Hochstammbäumen“ – sind mannigfaltig und sprengen den Rahmen dieses Kundenbriefes. Achten Sie mal beim Einkaufen auf die Apfelvielfalt. Seien sie probierfreudig, es ist nicht nur kulinarisch ein riesiger Gewinn!

Goldparmäne, Rote Sternrenette, Biesterfelder Goldrenette, Ruhm von Kirchwerder, Ruhm von Vierlanden, Fürst Blücher, Kaiser Wilhelm, Klausdorfer Häger, Winterglockenapfel, Zitronenapfel oder Finkenwerder Herbstprinz sind einige der Namen, die alle eine eigene Geschichte zu erzählen haben. Eine besondere ist die des „Korbiniansapfel“, von welchem ebenfalls ein Baum auf unserem Hof steht. Der Züchter dieser Sorte (Korbinian Aigner) begeisterte sich nicht nur für seine priesterliche Pflichten, sondern auch für den Obstbau und für politische Themen. In seiner Tätigkeit als Geistlicher stellte er sich aktiv gegen die Ideen des Nationalsozialismus. Er wurde denunziert und anschließend ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Unter widrigsten Umständen gelang es ihm im Lager Sämlinge zu Bäumchen heranzuziehen und eine ganz gezielte Züchtung zu betreiben. Vier Sämlinge entwickelten sich gut und wurden unter Todesgefahr aus dem Lager geschmuggelt. Als Überlebender des Lagers züchtete er nach dem Krieg mit diesen weiter. Einer der vier Sämlinge, welche er KZ-1 bis KZ-4 nannte, entwickelte sich vielversprechend. Er wurde anschließend vermehrt und in der Umgebung verstärkt angebaut. Aber erst nach dem Tod Korbinian Aigners setzte er sich aufgrund seiner Eigenschaften auch überregional durch. Zu seinen Ehren gab man ihm den Namen „Korbiniansapfel“.

für die Hofgemeinschaft

Ralph Seckler

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