Liebe Freund:innen und Kund:innen des Hofes,
gestern war es endlich so weit, der lang ersehnte Ofen ist angekommen. Eigentlich für vormittags angekündigt, traf er endlich am Nachmittag mit einem riesigen LKW ein.
Nun musste er erstmal von der Ladefläche gehoben und über das wackelige Kopfsteinpflaster zur neuen Backstube gefahren werden. Das ging bei seinem Gewicht und der Größe nur mit zwei Anläufen, bzw. wurde er kurzerhand etwas auseinander gebaut, so daß zunächst die ersten drei Herde und dann die übrigen zwei Herde transportiert werden konnten. Die Gabel des Gabelstaplers kam mir beim Zuschauen jedoch recht kurz vor und ich muss zugeben, daß ich etwas Sorge hatte, daß das gute Stück auf die letzten Meter noch von der Gabel rutscht. Aber zum Glück ist alles gut gegangen und der Ofen hat heil seinen Bestimmungsort erreicht. Um durch die Tür in den Produktionsraum zu gelangen, musste der Ofen jedoch zunächst noch weiter in seine einzelnen Fächer zerlegt werden. Hochkant passten die Fächer dann letztendlich hinein. Anschließend musste er dann vom Ofenbauern wieder zusammengesetzt zu werden. Wann bekommt man einen Ofen schon mal in Einzelteile zerlegt zu Gesicht? Unglaublich in wie viel Dämmwolle er gepackt wird. Toll auch das prächtige Schwadensystem zu sehen, daß später für den Wasserdampf im Ofen zuständig ist und unter anderem für eine schöne Brotfarbe sorgt. Auch die Ofenplatten aus Tuffstein, die später die Wärme speichern sollen, fühlen sich noch wunderbar glatt und neu an und warten förmlich auf die ersten Brote.
Nun kann es losgehen mit dem Umzug. Am Wochenende ist zuerst die Mühle dran. Spannend wird es, den Mühlstein nach dem Umzug wieder genau auszurichten, denn wenn er nur minimal ungleich läuft, erwärmt sich der Stein während des Betriebs und somit auch das Mehl, was sich wiederum negativ auf die Backeigenschaften auswirkt. Aber um da genügend Zeit zum Ausrichten zu haben, habe ich in dieser Woche bereits fleißig Vorgemahlen und so einen guten Mehlvorrat im Lager stehen von dem ich zehren kann.
Da sich der komplette Umzug und ein erstes Testbacken nicht an einem Wochenende machen lässt, trifft es leider wieder die Montags-/ und Dienstagskunden, die am 16.03 auf unsere Backwaren verzichten müssen. So können wir das davor liegende Wochenende und den Montag gut zum Umziehen und Einrichten nutzen, am Dienstag den 17. dann Probebacken und wenn alles gut geht am Mittwoch den 18. März in der neuen Backstube starten!
Passend zu dieser frühlingshaften Aufbruchstimmung gibt es aus unserer Backstube als Saisonbrot wieder Dinkelsprossenbrot sowie Hefe- und Mürbeteighäschen und bald dann auch Osterzöpfe.
Viele Grüße,
ihre Bäckerin,
Verena Hennig



