Liebe Kunden,
die Vögel haben es schon vor einer Woche angekündigt, jetzt ist es amtlich...

der Frühling ist durch nichts mehr aufzuhalten. Barfuß laufen, Hecken schneiden, den Garten auf Vordermann bringen, in kurzen Hosen mit Strohhut über die Felder und Wiesen streichen. Der vergangene Sonntag hat seinen Namen redlich verdient. Der fulminante Höhepunkt eines sich anbahenenden Wonneereignisses ist vollbracht. Es wurde angegrillt, der zweite Bratkäseversuch dieses Jahres. Ja das Hoffest naht, da müssen schon so langsam die Rezepuren verfeinert werden. Wer noch ein paar Leckerbissen dringend nötig hat, sind die Kühe. Die Silageballen gehen zur Neige und die guten Mutties scharren mit den Hufen. Leider sind die meisten Flächen noch zu nass um sofort draufzufahren und sie für den ersten Weidegan vorbereitend zu striegeln. Der nasse Herbst und lange Winter stecken dem Boden noch in den Knochen. Teiweise zieren gelbe Fladen in Pfützen versunkenen Grases die Wiesen, sodass was jetzt keimt, sich erst seinen Weg durch einen Teppich bahnen muss. Beim Befahren würde man jetzt an vielen Stellen den Boden stark verdichten, die Kuhbäurin Anna steht also vor der Frage, wann ist es trocken genug um draufzufahren, was ein genaues Abzirkeln und gute Kenntnis über die Bodenvehältnisse der einzelnen Schläge erfordert. Kaum pirschten wir am Sonntag Nachmittag hinten am Kustall vorbei, trabte eine freundliche Meute auf den Laufhof und witterte die  Chance auf einen Spaziergang, doch weit gefehlt. Die Hofweide ist vor allem in den Senken noch  zu nass, um da an ein befahren zu denken. Weit ab von der Hofstelle, in der Nähe des Windrades, befindet sich das trockenste Stück Weideland. Kleegras im zweiten Standjahr, könnte in zwei Wochen reif zum Verzehr sein. Ein kleineres Stück, was nach dem zweiten Jahr Kleegras in diesem Frühjahr noch umgebrochen und beackert wird, könnte noch kurz für die Umstellung auf Weidegang genutzt werden. Natürlich möchte Ackerbauer Philipp dort seine Körner auch bald aussäen. Auch der neue Gemüseacker ist abgesteckt: auf dem Weg zum Lindenhaus links hinter der Obstbaumallee erstrecken sich gut zwei Hektar kulinarischer Vielfalt in Spe. Zur Zeit heißt es aber auch hier: eindeutig zu nass um da jetzt mit der Bodenbearbeitung zu beginnen. Und so scharren nach den Kühen auch die Gärtner mit den Hufen. Ebenso die Hühner, die endlich auch mal wieder was Grünes unter die Krallen und Schäbel brauchen.
Obstbauer Henning, klettert und sägt indes munter in den alten hochstämmigen Apfelbäumen herum und hat einen guten Teil seiner Kulturpflegearbeit ohne großen Maschineneinsatz hinter sich gebracht, es dauert nur wohl noch ein paar Tge, bis ich die ganzen Äste abfahren kann, aber bis dahin kann ich immerhin noch sägen.
Herzliche Grüße             
Henning Jahn für die Hofgemeinschaft