Liebe Freunde/Kunden des Hofes

Es wird herbstlich. Trotz des schönen Zwischenhochs der letzten Tage merkt man, dass die Tage wieder kürzer werden und die Temperaturen, jedenfalls nachts, auch wieder mindestens einen Pullover verlangen. Hoffentlich bleibt es noch eine Weile so, denn die Hirse ist noch nicht abgeerntet und braucht wohl noch ein paar Tage zum Abreifen. Der für unsere Hühner wichtige Buchweizen ist schon geerntet; leider müssen wir den nachtrocknen, da die Regenpausen zu kurz waren und die Sonne zu wenig Zeit hatte ihre Kraft spielen zu lassen.

Wir legen großen Wert darauf, nicht das fertige Legemehl zu kaufen, sondern möglichst viel eigenes Getreide bei unseren Hühnern und Hähnen zu verfüttern. Was uns auch glücklicherweise immer besser gelingt. Zur Zeit kommt in unsere Mischung Weizen, Buchweizen, Gerste, Hirse und Triticale. Dazu kommt dann noch die Eiweißkomponente, die wir leider nicht selbst produzieren können und zukaufen müssen, aber das Getreide ist komplett von unseren Flächen.

Langsam beginne ich jetzt wieder die Beleuchtung anzustellen, damit der Tag lang genug hell bleibt und unsere Hennen weiter fleißig Eier legen. Des weiteren hab ich auch schon wieder die „normalen“ Türen eingebaut. Den Sommer über ist meistens nur eine Drahtgittertür im Stall eingebaut, damit sich dieser nachts ein bisschen abkühlen kann und frische Luft zum Ausruhen vorhanden ist.

Die jungen Puten sind mittlerweile recht groß geworden, haben sich prächtig entwickelt und nehmen ihre Rolle als Wachpersonal sehr gewissenhaft war. Alle Schwalben, Krähen und Reiher werden ordentlich „ausgeschimpft“, wenn sie über den Hühnerauslauf fliegen. Bei Raubvögeln zeigen sich vor allem die Putenhähne und machen sich ordentlich groß, ein herrlicher Anblick.

Manchmal wenn ich am Morgen meinen ersten Rundgang mache, sehe ich ab und zu Fasane und deren Jungen bei uns über die Flächen laufen. Die können aber auch ganz gut fliegen, wenn man ihnen zu nah kommt; es freut mich jedenfalls, dass sie sich bei uns wohlfühlen.

Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen, dass die Suppenhennen etwas größer sind. Dies sind Hennen der Rasse „Bresse“, eine Spezialität in Frankreich. Da können Sie mehr als nur ein Frikassee daraus kochen, da ist auch noch genug Fleisch für einen Geflügelsalat vorhanden.

Es gibt jetzt wieder im Laden unser Hühnerfrikassee zu erwerben und zusätzlich auch ein klarer Geflügelfond, zum Beispiel als Grundlage für eine schmackhafte Sauce, ein Risotto oder einfach direkt heiß aus einer Tasse genießen, als leckere Maßnahme gegen eine Erkältung.

Guten Appetit wünscht Sebastian Nikol