Liebe Kartoffelesser*innen,

am 28. und 29. April haben wir für Sie die neuen Kartoffeln gepflanzt! Nachdem eine Woche zuvor der Acker schon gepflügt und Dämme gezogen worden waren, hatten diese sich in der Sonne schön aufgewärmt. Gleichzeitig waren die Pflanzkartoffeln schon ordentlich in Keimstimmung gekommen und hatten kleine grüne Spitzen entwickelt. Und dann kam der Tag, an dem die alte, zuverlässige Pflanzmaschine raus geholt und Knolle und Erde vereint wurden!

Wieder dabei sind unsere altbewährten Sorten „Ballerina“ und „Adretta“. Die Sorte „Darling“ hatte zwar auch ihre Liebhaber gefunden, trotzdem darf sie nicht nochmal dabei sein. Der Grund: viele neue Sorten („Darling“ zum Beispiel) sind auf hohe Erträge unter intensiven Anbaubedingungen gezüchtet. Werden sie extensiv angebaut, kommen unter Umständen zwar viele, aber vor allem kleine Knollen raus. Und wenn die Sorte dann auch noch eine langovale Form hat, fallen beim Sortieren zwei Drittel durchs Sieb. Das ist nicht erfreulich und führt letztendlich dazu, dass Darling nicht mehr darf.

Dafür dürfen Sie sich aber auf eine alte Bekannte freuen, die einen Platz neben „Ballerina“ bekommen hat: „Belana“, auch eine sehr bekannte, wohlschmeckende, eher runde, gelbfleischige, festkochende Kartoffel.

Da ja das Unbekannte auch reizt, gibts noch einen kleinen Versuch mit einer neuen Knolle mit dem Namen „Santera“ – langoval, gelb, festkochen – mal schauen, ob diese am Ende mehr überzeugt als „Darling“.

Die traurige Nachricht zum Schluss: Die Kartoffeln aus der letzten Ernte gehen zur Neige und werden bis Mitte Mai ausverkauft sein.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei Ihnen für Ihre Nachsicht bedanken! Immer wieder rutscht eine nicht so schöne Knolle mit in die Tüte, bei der nach dem Schälen nicht mehr viel übrig bleibt. Trotzdem gab es sehr sehr wenig Kritik oder Reklamationen von Ihrer Seite.

Freuen Sie sich nun mit uns gemeinsam auf die neue Ernte und machen Sie in der Zwischenzeit mal eine Spaziergang zum Kartoffelacker (in der Linkskurve hinter dem Lindenhaus) – vor allem die Blüte irgendwann im Juni ist besonders schön!

In diesem Sinne,

Ihr Kartoffelbauer Philipp Hennig

  • 05.09.22 – vom Tag des offenen Hofes und Kartoffeln

    Liebe Kund*innen,

    letzten Samstag haben wir es endlich einmal wieder gewagt: So eine Art Hoffest zu veranstalten!

    Vor zwei Jahren, vor Corona, waren die Hoffeste ja zuletzt sehr groß und voll gewesen, mit sehr viel Vor- und Nachbereitung verbunden und eher so eine Art Rummel. Das hatte auch seinen Reiz, der Bezug zum Hof war aber irgendwie etwas verloren gegangen.

    Wir haben die Gunst der Stunde genutzt, mal ein anderes Format auszuprobieren: einen Tag der offenen Tür bzw. des offenen Hofes, mit vielen Möglichkeiten, den Hof einmal anders zu erleben, als es bei einem „normalen“ Besuch der Fall ist.

    Heraus gekommen sind verschiedene Mitmachaktionen und Führungen: selbst Käse machen, sich im Brezeln Schlingen üben, Sauerkraut stampfen, Sorten- und Samen Raten, ein Kisten-Stapel-Wettbewerb, Hühnerführungen, Schlepperrundfahrten mit Hintergrundinformationen und natürlich vielen kulinarischen Köstlichkeiten vom Hof und einer Stroh-Kletter-Burg.

    Es war schön für uns zu sehen, wie viel Interesse die vielen Besucher*innen an den Hintergründen unserer Arbeit haben. Und es war schön zu erleben, wie viele Menschen uns ganz selbstverständlich bei all den Aktionen unterstützt haben! Vielen Dank Euch allen an dieser Stelle!!

    Für Sie als Kund*innen gibt’s auch gleich die nächsten Möglichkeiten, den Hof einmal von einer anderen Seite zu erleben:

    Ab sofort dürfen wieder Kartoffeln nachgesammelt werden. Wir sind zwar noch nicht ganz mit Roden fertig, es lohnt sich aber schon! Der Kartoffelacker liegt direkt in der Linkskurve nach dem Lindenhaus (Gästehaus), also einfach dem Weg folgen, dann stoßen Sie direkt darauf. Eine Kasse steht dieses Jahr nicht am Feldrand, gehen Sie einfach nach dem Sammeln ins Hofcafé und lassen sich einen Kaffee und Kuchen schmecken 🙂

    Ende September, am Samstag den 24.9. um 11 Uhr findet dann wieder „Zukunft Säen!“ statt mit anschließender Erntesuppe – auch hier freuen wir uns auf alle alten und neuen Gesichter.

    Jetzt heißt es erst einmal noch etwas Aufräumen und vor dem angekündigten Regen die Hirse und den Hanf dreschen, deshalb sei hier nun Schluss mit Kundenbrief!

    Schöne Grüße, Ihr Ackerbauer Philipp Hennig

Aktueller Kundenbrief

  • 26.09.2022 – vom Herbst, Lämmern, Melonen und Scheunenfeten
    Liebe Kunden, Es wird herbstlich, die Tage werden kürzer, die Nächte teilweise schon richtig kalt. Immer mehr Vogelzüge sind zu sehen. Bei unseren Schafen beginnt bald die Decksaison. Scottish Blackface gehören zu den saisonalen Schafrassen, sie werden nur im Herbst brünstig und lammen so immer im Frühling nach 5 Monaten Tragezeit. Ein neuer Bock ist […]

Öko-Forderung


Ökolandbau -Mit dieser Maßnahme werden landwirtschaftliche Betriebe bei der Einführung von ökologischer Landwirtschaft und deren Beibehaltung unterstützt.

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