Liebe Kunden und Freunde des Hofes,

Seit Anfang des Jahres sinken die Umsätze in der gesamten Naturkostbranche. Für das erste Quartal 2022 ist ein durchschnittlicher Umsatzrückgang von 12% zu verzeichnen. Besonders starke Einbußen sind im März zu verzeichnen, für April liegen die Zahlen noch nicht vor. So steht es im Bericht des Fachhandel Barometers und so können auch wir es bestätigen. Leider wagt kein Fachmann eine Prognose über die Zukunft. Und somit ist momentan völlig unklar, wo die Reise hingeht. Gerade im Vergleich zu Coronazeiten handelt es sich um einen gedrehten Trend. Aber auch ansonsten konnte in den letzten Jahren eine konstante Umsatzsteigerung in der Biobranche beobachtet werden. Doch damit scheint es nun aufgrund diverser Krisen und einer damit einhergehenden Inflation vorbei zu sein.

Dabei ist die Nachfrage nach Bioprodukten weiterhin hoch. Jedoch greifen Verbraucher nun verstäkt auf günstigere Eigenmarken von Lebensmittelketten zurück, was sich im Biofachhandel durch eine deutliche Kaufzurückhaltung bemerkbar macht. Diese Entwicklung bestätigen auch die Zahlen, wenn man den genannten Umsatzrückgang genauer aufschlüsselt, somit beträgt der Umsatzrückgang in größeren Läden lediglich 9% und in kleinen Bioläden ganze 15%.

Diese schnelle rückläufige Entwicklung erschreckt mich und macht mir Sorgen. Sollten wir nicht gerade jetzt, wo Teile des Welthandels zusammengebrochen sind, in kleine regional Strukturen investieren und diese stärken? Ich sehe gerade in regionalen kleinen Betrieben die Zukunft. Auch wenn wir dann vielleicht künftig auf Sonnenblumenkerne verzichten müssen und eher z.B. auf Hanfsaaten umsteigen können, die hier prächtig gedeien. Daß gestiegene Kosten den Verbraucher seine Ausgaben überdenken lassen und zu einer Kaufzurückhaltung führen, kann ich natürlich verstehen. Aber ich wünsche mir lieber ein Sparen an anderer Stelle. Z.B. Benzinkosten sparen und dafür mehr Fahrradfahren, oder ein Sparen an Urlaubsreisen und dafür mehrgängige Menüs aus qualitativ hochwertigen regionalen Bio- Lebensmitteln. So könnten wir vielleicht auch noch ganz nebenbei unserer Gesundheit etwas gutes tun und unsere Abwehrkräfte mobilisieren. Trotz Verunsicherung und Sorge blicke ich vertrauensvoll in die Zukunft. Ich sehe in den derzeitige Entwicklungen auch die Chance unsere Werte und damit unsere Lebensstile zu überdenken. Krisen legen auch immer wieder Energien frei um Strukturen zu durchleuchten und neu zu greifen und um sich klar zu machen was einem eigentlich wichtig ist und wofür man steht.

In diesem Sinne viele Grüße

aus der Backstube,

Verena Hennig

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